immo.quick trennt Zugang von Ausführungsautorität. Ein Request muss zuerst die jeweilige Eintrittsgrenze passieren; selbst erfolgreicher Zugang autorisiert noch keinen produktiven Effekt.
Core setzt einen fail-closed Access Guardian vor die Governance- und Compliance-Pipeline. Scheitert eine erforderliche Validierungsbedingung, erreicht der Request die nachgelagerte Governance-Logik nicht.
Die Serverless Edition verlangt bereits am Edge eine gültige Attestation eines registrierten Clients, bevor der Request den nachgelagerten Gate-Pfad erreicht.
Zugang ist keine Autorität. Ein produktiver Effekt erfordert ein gültiges, aktuelles und scope-gebundenes Execution Right sowie eine ausführbare Capability.
Claim Boundary: Ausschließlich die Architektur der immo.quick Serverless Edition wurde dem BSI am 28.07.2026 nachweislich vorgelegt. Core wurde dem BSI nicht vorgelegt. Die Übergabe ist keine BSI-Prüfung, Zertifizierung, Anerkennung oder Bestätigung.
Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer existiert heute noch nicht. Das Risiko, das er darstellt, existiert trotzdem schon jetzt, weil verschlüsselter Datenverkehr heute aufgezeichnet und später entschlüsselt werden kann. Wir begegnen genau diesem Risiko mit hybrider Post-Quantum-Kryptografie, ML-KEM und ML-DSA nach FIPS 203 und 204, zusätzlich zu klassischer Kryptografie, nicht anstelle davon.
Ein klassischer Computer prüft mögliche Lösungen im Grunde nacheinander. Ein Quantencomputer nutzt quantenmechanische Effekte, um bestimmte mathematische Probleme auf eine strukturell andere Art anzugehen, für die meisten Alltagsaufgaben ohne Vorteil, für einige wenige mathematische Probleme mit einem fundamentalen Vorteil.
Wir ersetzen klassische Kryptografie nicht durch Post-Quantum-Verfahren, wir kombinieren beide. Ein Angreifer müsste dann sowohl das klassische als auch das neue mathematische Problem gleichzeitig brechen, nicht nur eines von beiden.
Damit gilt für jedes Receipt: Ein Angreifer mit einem Quantencomputer bricht die klassische Signatur, aber nicht die Post-Quantum-Signatur. Ein Angreifer, der eine bislang unbekannte Schwäche im noch jungen Gitter-Verfahren findet, bricht die neue Signatur, aber nicht die klassische. Beide gleichzeitig zu brechen, ist die tatsächliche Sicherheitsschwelle, nicht eine von beiden.
Weder NIS2 noch DORA noch die eIDAS-2.0-Vorgaben schreiben heute eine Post-Quantum-Migration vor. Die hybride Kombination aus ML-KEM, ML-DSA und dem ohnehin quantenresistenten HMAC-SHA256 ist bei uns bereits aktiv, nicht als Reaktion auf eine Pflicht, sondern vorausschauend. Dieselbe Richtung, Post-Quantum-Kryptografie und Zero-Trust-Architektur als Modernisierungspriorität, findet sich auch in der im März 2026 veröffentlichten US-Cyberstrategie für Bundesbehörden wieder, neben dem NIST-Rahmenwerk SP 800-207 zu Zero Trust. Wir folgen damit keiner einzelnen Vorschrift hinterher, wir liegen bereits auf der Linie, in die mehrere große Rahmenwerke gleichzeitig gehen.
Der Master-Signing-Key liegt bei keiner einzigen Entität. Er ist über Shamir Secret Sharing in fünf Anteile zerlegt, verteilt über fünf Nicht-US-Jurisdiktionen. Für jede signierende Operation müssen mindestens drei der fünf Anteile temporär zusammengeführt werden, kein einzelner Betreiber, kein einzelner Standort hat je Vollzugriff.
Die Infrastruktur läuft auf Hetzner (DE), IONOS (DE) und OVH (FR), bewusst ohne US-Hyperscaler, um die Reichweite des US Cloud Act strukturell zu vermeiden statt sie vertraglich zu verhandeln. Zwei Regionen laufen Active-Active parallel, eine dritte dient der asynchronen geografischen Replikation für Disaster Recovery.
Für den Fall, dass ein einzelner Schlüsselanteil als kompromittiert gilt, folgt der Betrieb einem festen, dokumentierten Ablauf, kein Ad-hoc-Vorgehen, jeder Schritt wird selbst wieder im Ledger festgehalten.