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SICHERHEITSGRENZE · ARCHITEKTUR VOR REAKTION

ZWEI SICHERHEITSGRENZEN. VOR DEM EINTRITT. VOR DEM EFFEKT.

immo.quick trennt Zugang von Ausführungsautorität. Ein Request muss zuerst die jeweilige Eintrittsgrenze passieren; selbst erfolgreicher Zugang autorisiert noch keinen produktiven Effekt.

01 · COREAdmission Boundary

Core setzt einen fail-closed Access Guardian vor die Governance- und Compliance-Pipeline. Scheitert eine erforderliche Validierungsbedingung, erreicht der Request die nachgelagerte Governance-Logik nicht.

02 · SERVERLESSEdge Client Attestation

Die Serverless Edition verlangt bereits am Edge eine gültige Attestation eines registrierten Clients, bevor der Request den nachgelagerten Gate-Pfad erreicht.

03 · ERIExecution Boundary

Zugang ist keine Autorität. Ein produktiver Effekt erfordert ein gültiges, aktuelles und scope-gebundenes Execution Right sowie eine ausführbare Capability.

REQUESTADMISSION BOUNDARYGOVERNED STATEEXECUTION RIGHTREAL EFFECT

Claim Boundary: Ausschließlich die Architektur der immo.quick Serverless Edition wurde dem BSI am 28.07.2026 nachweislich vorgelegt. Core wurde dem BSI nicht vorgelegt. Die Übergabe ist keine BSI-Prüfung, Zertifizierung, Anerkennung oder Bestätigung.

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// CYBERSICHERHEIT · POST-QUANTUM · ML-KEM · ML-DSA

Ein Angriff, der heute aufgezeichnet und morgen entschlüsselt wird.

Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer existiert heute noch nicht. Das Risiko, das er darstellt, existiert trotzdem schon jetzt, weil verschlüsselter Datenverkehr heute aufgezeichnet und später entschlüsselt werden kann. Wir begegnen genau diesem Risiko mit hybrider Post-Quantum-Kryptografie, ML-KEM und ML-DSA nach FIPS 203 und 204, zusätzlich zu klassischer Kryptografie, nicht anstelle davon.

FIPS 203 / 204 HYBRID, NOT REPLACEMENT
→ Tiefere technische Ansicht: Shor gegen Grover, der Signatur-Stack im Detail
// Die Grundlage

Was Quantum Computing für Verschlüsselung überhaupt bedeutet.

Ein klassischer Computer prüft mögliche Lösungen im Grunde nacheinander. Ein Quantencomputer nutzt quantenmechanische Effekte, um bestimmte mathematische Probleme auf eine strukturell andere Art anzugehen, für die meisten Alltagsaufgaben ohne Vorteil, für einige wenige mathematische Probleme mit einem fundamentalen Vorteil.

DAS PROBLEM
Shor-Algorithmus
Ein 1994 veröffentlichter Quantenalgorithmus, der die mathematischen Probleme, auf denen RSA und elliptische-Kurven-Kryptografie beruhen, Faktorisierung großer Zahlen und diskrete Logarithmen, effizient lösen kann. Ein ausreichend großer, fehlerkorrigierter Quantencomputer würde diese Verfahren strukturell brechen, nicht nur langsamer machen.
DER STAND HEUTE
Noch keine kryptografisch relevante Maschine
Die heute existierenden Quantencomputer sind weit von der Größe und Fehlerkorrektur entfernt, die für einen Bruch von RSA oder ECC nötig wäre. Das ist eine Tatsachenfeststellung, keine Entwarnung, denn die relevante Frage ist nicht, ob die Maschine heute existiert, sondern wie lange verschlüsselte Daten heute geheim bleiben müssen.
Harvest Now, Decrypt Later
Ein Angreifer muss den Quantencomputer nicht heute besitzen, um heute anzugreifen. Verschlüsselter Datenverkehr, der heute abgefangen und gespeichert wird, kann Jahre später entschlüsselt werden, sobald die Rechenleistung existiert. Für Daten mit langer Schutzfrist, zehn Jahre Aufbewahrung, wie bei jedem Receipt in diesem System, ist das kein hypothetisches, sondern ein bereits laufendes Risiko.
// Was wir tun

Hybride Post-Quantum-Kryptografie, nicht ein Austausch.

Wir ersetzen klassische Kryptografie nicht durch Post-Quantum-Verfahren, wir kombinieren beide. Ein Angreifer müsste dann sowohl das klassische als auch das neue mathematische Problem gleichzeitig brechen, nicht nur eines von beiden.

Die erste Verteidigungslinie ist bereits quantenresistent
Die interne Kettenintegrität jedes Receipts beruht auf HMAC-SHA256, einem symmetrischen Verfahren mit einem Pre-Shared-Key, nicht auf Public-Key-Kryptografie. Der Shor-Algorithmus, der RSA und ECC strukturell brechen würde, greift hier gar nicht an, weil kein zu faktorisierendes oder diskretes Logarithmus-Problem vorliegt. Grovers Algorithmus, der auf symmetrische Verfahren wirkt, reduziert die effektive Sicherheit lediglich auf die Hälfte der Schlüssellänge, bei unseren Schlüssellängen bleiben das praktisch unerreichbar viele Operationen. Die Merkle-Verkettung selbst beruht auf SHA-256, das nach heutigem Kenntnisstand bis weit über die Mitte des Jahrhunderts hinaus als quantenresistent gilt.
ML-KEM
FIPS 203
Schlüsselaustausch. Modul-Gitter-basierter Schlüsselkapselungsmechanismus, abgeleitet von CRYSTALS-Kyber, ersetzt klassischen RSA- oder ECDH-Schlüsselaustausch bei der Etablierung eines gemeinsamen Geheimnisses.
ML-DSA
FIPS 204
Zusätzlicher Signaturlayer, keine Ablösung. Modul-Gitter-basiertes Signaturverfahren, abgeleitet von CRYSTALS-Dilithium, wird bestehenden Receipts als zweiter Signaturlayer hinzugefügt, ohne die originale HMAC-SHA256-Signatur zu brechen oder die Merkle-Kette zu unterbrechen. Ein System, das ausschließlich auf RSA aufbaut, müsste bei einer Post-Quantum-Migration sämtliche historischen Artefakte neu signieren, was die Beweiskette unterbricht. Hier lässt sich der zusätzliche Layer aufsetzen, während die bestehende Kette unverändert bestehen bleibt.
ECDSA-P256
Klassische Signatur, bleibt aktiv. Die bestehende, portable Verifikationsklasse für externe Prüfbarkeit bleibt bestehen, Post-Quantum-Verfahren ergänzen sie, sie ersetzen sie nicht.

Damit gilt für jedes Receipt: Ein Angreifer mit einem Quantencomputer bricht die klassische Signatur, aber nicht die Post-Quantum-Signatur. Ein Angreifer, der eine bislang unbekannte Schwäche im noch jungen Gitter-Verfahren findet, bricht die neue Signatur, aber nicht die klassische. Beide gleichzeitig zu brechen, ist die tatsächliche Sicherheitsschwelle, nicht eine von beiden.

Kontinuität statt Neusignierung
Ein System, das ausschließlich auf klassischer Public-Key-Kryptografie beruht, müsste bei einer Post-Quantum-Migration jedes historische Artefakt neu signieren, das unterbricht die Beweiskette an genau der Stelle, an der sie am wichtigsten wäre. Weil unsere interne Kettenintegrität ohnehin auf dem quantenresistenten HMAC-SHA256 beruht, lässt sich der Post-Quantum-Signaturlayer zusätzlich aufsetzen, ohne die bestehende Kette anzufassen. Kein absoluter Alleinstellungsanspruch, aber ein struktureller Vorteil, der aus der Architektur selbst folgt, nicht aus einem nachträglichen Versprechen.
→ Quantum Security im Detail ansehen
// Warum jetzt

Der Zeitplan läuft bereits, unabhängig von der Maschine.

2024
NIST verabschiedet FIPS 203, 204, 205
Nach einem achtjährigen, öffentlichen Auswahlverfahren, seit 2016, verabschiedet das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology im August 2024 die ersten drei finalen Post-Quantum-Standards.
LAUFEND
Verschlüsselter Datenverkehr wird heute schon gesammelt
Das Harvest-Now-Decrypt-Later-Risiko ist keine Zukunftsprognose, es beschreibt ein Verhalten, das schon jetzt stattfinden kann, unabhängig davon, wann die passende Entschlüsselungsleistung verfügbar wird.
2030
NSA-Migrationsfrist für nationale Sicherheitssysteme
Die Commercial National Security Algorithm Suite 2.0 der NSA setzt 2030 als verbindliche Migrationsfrist für US-amerikanische National Security Systems, ein regulatorischer Referenzpunkt, nicht unsere eigene Frist.
// Wo wir stehen

Schon jetzt weiter, als aktuell verlangt wird.

Weder NIS2 noch DORA noch die eIDAS-2.0-Vorgaben schreiben heute eine Post-Quantum-Migration vor. Die hybride Kombination aus ML-KEM, ML-DSA und dem ohnehin quantenresistenten HMAC-SHA256 ist bei uns bereits aktiv, nicht als Reaktion auf eine Pflicht, sondern vorausschauend. Dieselbe Richtung, Post-Quantum-Kryptografie und Zero-Trust-Architektur als Modernisierungspriorität, findet sich auch in der im März 2026 veröffentlichten US-Cyberstrategie für Bundesbehörden wieder, neben dem NIST-Rahmenwerk SP 800-207 zu Zero Trust. Wir folgen damit keiner einzelnen Vorschrift hinterher, wir liegen bereits auf der Linie, in die mehrere große Rahmenwerke gleichzeitig gehen.

// Key Custody

Kein Schlüssel, der einer einzigen Stelle gehört.

Der Master-Signing-Key liegt bei keiner einzigen Entität. Er ist über Shamir Secret Sharing in fünf Anteile zerlegt, verteilt über fünf Nicht-US-Jurisdiktionen. Für jede signierende Operation müssen mindestens drei der fünf Anteile temporär zusammengeführt werden, kein einzelner Betreiber, kein einzelner Standort hat je Vollzugriff.

Diagramm: 5 Shamir-Schlüsselanteile in DE, CH, NL, SE, LU, 3 davon bilden das Quorum zur Rekonstruktion des Master-Signing-Keys SHARE 1 DE aktiv SHARE 2 CH aktiv SHARE 3 NL aktiv SHARE 4 SE nicht benötigt SHARE 5 LU nicht benötigt 3-OF-5 QUORUM EPHEMERE REKONSTRUKTION · GELÖSCHT NACH SIGNATUR
3-of-5
Quorum
Mindestschwelle für jede signierende Operation. Fünf Schlüsselanteile liegen in DE, CH, NL, SE und LU. Mindestens drei davon müssen zusammengeführt werden, um einen Warranty Token oder eine System-Root-Signatur auszustellen. Ein kompromittierter oder ausgefallener Anteil allein reicht weder aus, um zu signieren, noch, um das System zu blockieren.
Ephemer
Kein dauerhaft rekonstruierter Schlüssel. Für jede Signatur werden die drei Anteile in einer gesicherten Enklave (Core) temporär zusammengeführt, ein Ephemeral Key wird erzeugt, die Signatur wird geleistet, das Schlüsselmaterial wird unmittelbar danach gelöscht (zeroized). Es existiert zu keinem Zeitpunkt ein persistenter, vollständiger Schlüssel außerhalb der fünf getrennten Anteile.
Rotierbar
Kompromittierte Anteile lassen sich entziehen und neu erzeugen. Ein Key-Rotation-Protokoll erzeugt bei Bedarf eine neue Key-Epoche über eine erneute 3-of-5-Rekonstruktion. Alte Key-IDs bleiben lesbar, damit historische HMAC-Signaturen weiterhin verifizierbar sind, auch nach einer Rotation.
Zero Key Custody, nicht nur Verschlüsselung
Der Unterschied zu einem einzelnen, gut verschlüsselten Schlüssel: hier gibt es keinen Punkt, an dem eine einzelne Jurisdiktion, ein einzelner Cloud-Anbieter oder ein einzelner Mitarbeiter rechtlich oder technisch zur Herausgabe des vollständigen Schlüssels gezwungen werden könnte, weil der vollständige Schlüssel an keinem dieser Punkte je existiert.
// Infrastruktur & Incident Response

Aktiv in zwei Regionen, ohne US-Hyperscaler.

Die Infrastruktur läuft auf Hetzner (DE), IONOS (DE) und OVH (FR), bewusst ohne US-Hyperscaler, um die Reichweite des US Cloud Act strukturell zu vermeiden statt sie vertraglich zu verhandeln. Zwei Regionen laufen Active-Active parallel, eine dritte dient der asynchronen geografischen Replikation für Disaster Recovery.

TOPOLOGIE
Active-Active, bilateral
Zwei unabhängige Regionen bearbeiten Anfragen gleichzeitig, mutual TLS zwischen den Backend-Diensten, strikte Egress-Policies, keine dauerhaft offenen Verbindungen. Serverless Functions und containerlose Worker skalieren horizontal, Queueing regelt Backpressure bei Lastspitzen.
AUSFALLSICHERUNG
Kompromittierung einer Region
Fällt ein Host oder eine Region aus oder wird kompromittiert, übernimmt die zweite Active-Active-Region, eine forensische Snapshot-Analyse der betroffenen Region läuft parallel. Der Append-Only Ledger lässt sich dabei zu keinem Zeitpunkt rückwirkend verändern, unabhängig davon, was mit der kompromittierten Region geschieht.

Für den Fall, dass ein einzelner Schlüsselanteil als kompromittiert gilt, folgt der Betrieb einem festen, dokumentierten Ablauf, kein Ad-hoc-Vorgehen, jeder Schritt wird selbst wieder im Ledger festgehalten.

Zeitleiste: Incident-Response-Ablauf von T+0 Initial-Triage bis Re-Key nach kompromittiertem Schlüsselanteil T+0 Initial- Triage T+15–60min Custodian- Auth SICHERER KANAL Share- Transfer T+1–8h Rekon- struktion SOFORT DANACH Re-Key & Mitigation
T+0
Initial-Triage
Verdacht auf Kompromittierung eines Anteils wird gemeldet und dokumentiert, betroffene Signaturvorgänge werden vorsorglich pausiert.
T+15–60min
Authentifizierung der Custodians
Die Key Custodians der übrigen vier Jurisdiktionen werden über einen dokumentierten Kanal kontaktiert und authentifiziert, bevor irgendein Anteil bewegt wird.
Sicherer Kanal
Share-Transfer
Für die Rekonstruktion notwendige Anteile werden ausschließlich über einen gesicherten, protokollierten Kanal übertragen, niemals über einen allgemeinen Kommunikationsweg.
T+1–8h
Rekonstruktion
Abhängig von der Logistik der beteiligten Jurisdiktionen wird das 3-of-5-Quorum für die Notfalloperation zusammengeführt.
Sofort danach
Re-Key & Mitigation
Der kompromittierte Anteil wird entzogen, ein neuer Anteil für die betroffene Jurisdiktion wird über das Rotationsprotokoll erzeugt, das Ereignis wird abschließend forensisch dokumentiert und dem Ledger hinzugefügt.
Was das nicht garantiert
Fällt das Quorum aus, weil mehr als zwei der fünf Jurisdiktionen gleichzeitig nicht verfügbar sind, können keine neuen Signaturen ausgestellt werden, das System blockiert dann sicherheitshalber statt mit einem geschwächten Quorum weiterzumachen. Ein vorautorisiertes, jurisdiktionsübergreifendes Notfallverfahren existiert für genau diesen Fall, dokumentiert und auditierbar, aber es ist kein Ersatz für ein intaktes Quorum im Regelbetrieb.
// Klarstellung

Was das nicht bedeutet.

  • Kein Ersatz für allgemeine Cybersicherheit. Post-Quantum-Kryptografie schützt gegen einen spezifischen, zukünftigen mathematischen Angriff, sie ersetzt weder Zugriffskontrolle noch Netzwerksicherheit noch organisatorische Sorgfalt.
  • Keine Behauptung, jedes Cyberrisiko sei beseitigt. Gitterbasierte Verfahren sind gut untersucht, aber jünger als RSA oder ECC, die hybride Kombination ist genau deshalb die vorsichtigere, nicht die überflüssige Wahl.
  • Keine Zertifizierung durch NIST oder die NSA. Wir implementieren die veröffentlichten Standards, wir erheben keinen Anspruch auf eine Zertifizierung durch die Standardsetzer selbst.

Fragen zur kryptografischen Architektur?

access@immoquick.eu
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